Auf gute Zusammenarbeit 27. Mai 2014

Forschen

Lustenaus Kindergartenpädagoginnen möchten in einer Informationsreihe im Gemeindeblatt Einblick in den Kindergartenalltag geben und die Bevölkerung auf ihre pädagogische Arbeit aufmerksam machen. Ihre Idee, die Erfahrungen aus dem Kindergarten hinauszutragen, soll Eltern zudem Orientierung im Alltag mit Kindern geben.

Für die Inseratenserie haben die Kindergartenpädagoginnen bewusst zehn Themen ausgewählt, die Kinder, Eltern und Pädagoginnen täglich im Kindergarten und zuhause beschäftigen. Mit dem Beitrag über soziales Lernen wird diese Woche gestartet. In der Folge beschreiben die Kindergartenpädagoginnen, wie sie im Kindergarten mit Forschen, Bewegung, Grenzen setzen, Integration und Inklusion, Kreativität, kulturelle Vielfalt und Musik umgehen.

Gemeinsam Kinder begleiten

„Wir möchten vor allem Eltern unsere Arbeit im Kindergarten näher bringen und aufzeigen, worauf wir in der Kindergartenbildung besonderen Wert legen und welche pädagogischen Schwerpunkte wir setzen“, erklärt Lisa Nagel, die Leiterin vom Kindergarten Augarten die Idee der Informationsreihe. Auch Bildungsreferent Ernst Hagen begrüßt die Initiative: "Sie macht deutlich, welch großartige pädagogische Arbeit unsere Kindergartenpädagoginnen und Assistentinnen jeden Tag leisten." Wichtig ist den Kindergartenpädagoginnen, dass sie die Umgangskultur und die Werte, die im Kindergarten gepflegt werden, gemeinsam mit Eltern und Kindern bestimmen. "Wir geben auch Tipps für zuhause, aber ohne erhobenen Zeigefinger", wie Lisa Nagel betont, „sondern als Einladung an Familien, uns Kindergartenpädagoginnen in unserer Arbeit zu unterstützen."

Jedes Kind ist eine Persönlichkeit

Den Kindergartenpädagoginnen geht es auch darum, zu vermitteln, dass die Vielfalt, der die Kinder, Pädagoginnen und Assistentinnen täglich begegnen, gelebt wird. „Spielen ist beispielsweise genauso wichtig, wie Bewegung, das Feiern von Festen oder der respektvolle Umgang untereinander. „Auch wenn Kinder bei Mama oder Papa nicht immer etwas vorzeigen können, fördert das freie Spielen wichtige Aspekte des Zusammenlebens“, ist deren Überzeugung. „Ein Kind, das einen Turm baut muss Bausteine finden, Ausdauer haben, sich mit anderen austauschen oder Kinder fragen, mitzumachen. Bei uns feiert Felix mit Murat das Zuckerfest und Leonie turnt im Rollstuhl mit den anderen Kindern mit. So lernt jedes Kind, dass Unterschiedlichkeit keiner Wertigkeit bedarf.“

Kinder in ihrem Sosein annehmen

Lustenaus Kindergartenpädagoginnen und Assistentinnen sehen sich als Wegbegleiterinnen der Kinder, die ihnen im Kindergarten anvertraut sind. Dabei stehen die Bedürfnisse des Kindes im Mittelpunkt, die Kinder werden so wie sie sind angenommen und respektiert. "Wir beobachten die Kinder aufmerksam, wenn sie sich mit ihrer Umwelt auseinander setzen und versuchen sie individuell nach ihren Bedürfnissen und Begabungen zu unterstützen. Die Kinder sollen sich wohlfühlen bei uns, glücklich sein, Neues kennenlernen und Freunde finden", das ist der gemeinsame Wunsch.